Einbeck, 18. August 2008. Der immer härter werdende Wettbewerb belastetdie deutsche Brauwirtschaft zunehmend und sorgte für einen weiteren Absatzrückgang von 1,7% auf 51,7 Mio. hl im ersten Halbjahr 2008. Die Absatzmenge des versteuerten Inlandsabsatzes ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,3 % zurück. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte sich die Einbecker Brauhaus AG behaupten und den Absatz ihrer Einbecker, Göttinger und Kasseler Marken auf Vorjahresniveau halten. Per 30. Juni 2008 verzeichnete die Einbecker Brauhaus AG einen Absatz von rund 305.000 hl, also nahezu konstant in ihrem Markensegment.
Wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung des Bierabsatzes waren neben den Witterungseinflüssen vor allem die Bierpreiserhöhungen sowie das Rauchverbot in Gaststätten und Restaurants. So hatte die Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes in Niedersachsen (August 2007) und Hessen (Oktober 2007) erhebliche negative Auswirkungen auf den Fassbierabsatz in der Gastronomie. Diesen verschärften Rahmenbedingungen setzt die Einbecker Brauhaus AG eine werthaltige Markenpolitik entgegen. „Die Absatzmenge unserer Einbecker, Göttinger und Kasseler Marken blieb im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 mit ca. 305.000 hl auf Vorjahresniveau. Der Rückgang des Handelsmarkenabsatzes um 3.379 hl (- 3,2 %) auf 101.526 hl spiegelt die allgemeine Marktsituation wider – der Druck auf Konsumbiere wächst“, sagt Bernhard A. Gödde, Vorstand Marketing / Vertrieb der Einbecker Brauhaus AG. „Insgesamt sind wir mit unserem Gesamtbierausstoß von 406.562 hl (- 0,9%) zufrieden und liegen damit über der Marktentwicklung.“
Die Sachanlageinvestitionen per 30. Juni 2008 beliefen sich auf rund 2,5 Mio. Euro und wurden aus Abschreibungen finanziert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen rund 2,1 Mio. Euro. Zur Absatzsicherung und Ausweitung wurden im Berichtszeitraum zudem rund 1,0 Mio. Euro für Gastronomie-Darlehen investiert.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2007 hat sich das Anlagevermögen netto um 65.000 Euro unwesentlich erhöht. Das Umlaufvermögen stieg im ersten Halbjahr 2008 um rund 0,4 Mio. Euro.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens (Eigene Aktien) reduzierten sich um 101.000 Euro auf 59.000 Euro. Im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wurden im Berichtszeitraum 6.725 Aktien an Mitarbeiter ausgegeben.
Gegenüber dem 31. Dezember 2007 erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen für zukünftige Zahlungs- und Pfandverpflichtungen sowie im Personalbereich um rd. 1,6 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf saisonale Effekte wie für den Mai-Ur-Bock zurückzuführen ist.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten aufgrund der laufenden Tilgungen um ca. 0,9 Mio. Euro reduziert werden. Ohne Berücksichtigung der geplanten Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2007 (0,5 Mio. Euro) und einer eventuellen Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 stieg die Eigenkapitalquote im Vergleich zum 31.Dezember 2007 von 32,2 % auf 34,2 %.
Der Finanzmittelbestand hat sich von rd. minus 1,7 Mio. Euro auf rd. 0,8 Mio. Euro gegenüber dem 31. Dezember 2007 verbessert, was insbesondere auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist.
Aufgrund der zum 1. Januar 2008 (Handels- und Exportgeschäft) bzw.zum 1. Februar 2008 (Inlandsmarkengeschäft) umgesetzten Bierpreiserhöhung stiegen die Umsatzerlöse der Einbecker Brauhaus AG per 30. Juni 2008 um 8,1% auf rd. 23,8 Mio. Euro. Der Rohertrag erhöhte sich infolge gestiegener Rohstoffkosten demgegenüber um lediglich 6,1% auf ca. 14,9 Mio. Euro. Im Kostenbereich wirkten sich insbesondere gestiegene Vertriebsaufwendungen (plus rd. 0,7 Mio. Euro) ergebnismindernd aus, so dass sich schließlich ein Überschuss imersten Halbjahr von 424.000 Euro gegenüber 347.000 Euro für den vergleichbaren Vorjahreszeitraum ergibt.
Der Biermarkt wird nach Ansicht der Einbecker Brauhaus AG auch im zweiten Halbjahr 2008 einem hohen Mengen- und Preisdruck unterliegen. Die Preissteigerungen für Rohstoffe, Energie und Verpackungsmaterialien werden anhalten und diese Entwicklung verstärken. Die Auswirkungen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zum Nichtraucherschutzgesetz und damit auf den Bierabsatz in der Gastronomie sind aktuell nicht absehbar. „Aufgrund der weiterhin vorhandenen Überkapazitäten und der negativen Absatzentwicklung im ersten Halbjahr 2008 beurteilen wir die Entwicklung auf dem deutschen Biermarkt weiterhin zurückhaltend“, so Bernhard A. Gödde. „Durch weitere Konzentration aller werblichen und verkaufsfördernden Maßnahmen auf unsere starken Premium-Produkte in unserem Kernabsatzgebiet sind wir optimistisch, in 2008 ein positives Ergebnis zu erzielen.“
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Presseinformation zum 1. Halbjahr 2008
Einbeck, 18. August 2008. Der immer härter werdende Wettbewerb belastetdie deutsche Brauwirtschaft zunehmend und sorgte für einen weiteren Absatzrückgang von 1,7% auf 51,7 Mio. hl im ersten Halbjahr 2008. Die Absatzmenge des versteuerten Inlandsabsatzes ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,3 % zurück. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte sich die Einbecker Brauhaus AG behaupten und den Absatz ihrer Einbecker, Göttinger und Kasseler Marken auf Vorjahresniveau halten. Per 30. Juni 2008 verzeichnete die Einbecker Brauhaus AG einen Absatz von rund 305.000 hl, also nahezu konstant in ihrem Markensegment.
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