Einbecker Brauhaus AG

Die Tochtergesellschaften

Göttinger Brauhaus AG

Seit 1988: Göttinger Brauhaus AG (100%)

Das Göttinger Brauhaus blickt auf eine lange Brautradition in der Universitätsstadt zurück. Schon im Jahre 1330 erhielten die Göttinger Bürger das Recht, Bier zu brauen und zu verkaufen.

1400 wurde mit Hilfe einer Bannmeile um die Stadt zunächst das Marktmonopol für den Göttinger Gerstensaft gesichert.

Durch die stetig steigende Produktion aber wurde ein Umdenkungsprozess eingeleitet, und seit 1555 wird das Göttinger Bier auch exportiert - sehr zur Freude der außerhalb der Stadtmauern lebenden Bürger, die seit dieser Zeit auch in den Genuss der Qualitätsbiere aus Göttingen kommen.

Dass die Güte der Göttinger Biere nach der Abgabe der Produktion aus privater Hand in städtische Brauhäuser 1737 keineswegs gelitten hat, belegen die begeisterten Äußerungen der Studenten Heinrich Heine und Otto von Bismarck über die Göttinger Spezialität. Nachdem die städtischen Brauhäuser ausgedient hatten, übernahm schließlich 1889 das Göttinger Brauhaus die gute Tradition des Bierbrauens in Göttingen.

Kurz vor ihrem hundertjährigen Bestehen wurde die Göttinger Brauhaus AG von der Einbecker Brauhaus AG übernommen.

Das Wissen und die Erfahrung aus vielen Jahrhunderten Göttinger Braukunst und modernste Brautechnik garantieren für die hohe Qualität und den ausgezeichneten Geschmack der Premiumspezialität Göttinger Pilsener und des köstlichen Göttinger Edel-Pils.

Martini Brauerei

Seit Oktober 1997: Martini Brauerei GmbH Kassel (100%)

Ein Rezept aus dem Stammland seiner Vorfahren wurde anno 1849 für Adolf Andreas Christian, genannt Adolf Kropf, in Kassel der Schlüssel zum Erfolg. In Bayern, im Berchtesgadener Land auf der "Kropfleite" zu Salzberg, hatten die Kropfs über Jahrhunderte auf eigenem Hof gewirtschaftet.

Sie mußten ihn im 17. Jahrhundert um ihres Glaubens willen verlassen: Seitdem fuhren sie mit großen Gespannen über die Handelsstraßen Süd- und Mitteldeutschlands. Auch im Hessischen findet man heute noch ihre Namen in alten Büchern der früheren Ausspann-Gasthöfe. Adolf Kropf, der sich ursprünglich dem Baufach verschrieben hatte, machte sich in Kassel seßhaft.

Für 19.500 "blanke Thaler" erwarb er das Haus Mittelgasse 56. Sehr bald sollte die von dem unternehmungslustigen Mann eingerichtete Brauerei mit Ausschank zu einer stadtbekannten Adresse werden. Denn das hier gebraute Bier war von anderer Art als alles andere, was man bis dato in Kassel mit immerhin 19 handwerklichen Brauereien vorgesetzt bekommen hatte.

Im Zeichen der Türme von St. Martin, die heute noch zum Firmensiegel gehören, entstand ein untergäriges Bier von dunkler Farbe mit hohem Stammwürzgehalt, auf bayerische Art gebraut. Es fand auf Anhieb allgemein Gefallen.

Im Haus am Martinsplatz mit seiner Kutscherstube, der Sudkammer und dem Kropf-Martini-Bräu wurde manches Kapitel Kasseler Bier- und Stammtischgeschichte geschrieben. Als "Bayerische Bierhalle" wurde sie zum Bürgertreff bei vielerlei Veranstaltungen. Hier tagte der Künstler- und Literatenstammtisch "Pvunzel", standen hessische Krüge und Teller auf langen Borden und wurde als sichtbare Verbindung zur Martinskirche der Hammer der alten Viertelstunden-Glocke aufbewahrt.

Als Mann von Weitblick erwarb Adolf Kropf 1895 ein geräumiges Felsengrundstück an der Kölnischen Straße, wo bald darauf das neue Brauereigebäude enstand. Beide Weltkriege trafen das Unternehmen schwer. Es war eine große Aufgabe für die Familie, jedesmal wieder die Brauerei neu aufzubauen.

Im Jahr 1992 entschloss sich die Familie Kropf, das Unternehmen an die Henninger Bräu AG, Frankfurt zu verkaufen. Im Oktober 1997 wurde die Martini Brauerei durch die Einbecker Brauhaus AG übernommen.

Seit dem Eigentümerwechsel ist am Standort Kassel viel passiert. Ca. 5,0 Mio EUR wurden kurzfristig in die Technik investiert. Investitionsziele waren Qualitätsverbesserung und -sicherung, Energieeinsparung sowie Optimierung der Produktivität durch Modernisierung der Brautechnik. Auf Basis und nach Erreichung dieser Prämissen waren wir in der Lage, neue Bierspezialitäten in optimaler Qualität in den Markt einzuführen.

Bereits kurz nach der Übernahme wurde Martini Weissbier und danach mit Martini Winterbier, Martini Naturtrüb und Martini Radler weitere Bier-Spezialitäten erfolgreich eingeführt und damit die Braukompetenz der Kasseler Martini-Brauerei gestärkt.

Im Jahr 2000 wurde Kasseler Premium Pils eingeführt. Kasseler Premium Pils repräsentiert das Lebensgefühl einer traditionsbewussten Region mit kritischem Blick für Qualität, mit offenem Blick für Kultur und selbstbewusstem Blick in die Zukunft. Deshalb der Slogan: Es gibt noch viel zu entdecken.

Martini Edel- und Martini Meister-Pils komplettieren das Biersortiment der Regionalbrauerei unter der Dachmarke Martini.

Das Hauptabsatzgebiet der Martini Brauerei ist die Region Nordhessen.

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